Winterpills, Airiel


Winterpills «Colorblind» – das Quintett aus Northampton (in Massachusetts, nicht im UK!) besticht bereits seit Jahren durch immer wieder wunderbar melodiösen und oft auch atmosphärisch dichten Indiefolkrock, von daher bin ich hocherfreut, dass es nun eine neue Single gibt, die im Grunde auch nahtlos an den bisherigen Sound anknüpft.




Airiel «This is permanent» – die britische Shoegazeband gehörte zur 2. Welle der „Revivalbands“ des Genres und hatte vor ca. 10 Jahren eine Hochphase. Danach wurde es ruhig um die Jungs, doch nun sind sie wieder da. An ihrer Musik haben sie nicht viel verändert, was aber ja nichts Schlechtes sein muss. Ihr neues Album «Molten Young Lovers» erscheint auf Shelflife.


Daughter, The Bulls


Daughter «Burn it down» – die britische DreamPop-Band ist ja bekannt für ihre ruhige, langsame, zum Teil fast schon zeitlupenartig dunkle Musik. Um so überraschender ist die neue Single, die tatsächlich (für Daughter-Verhältnisse, versteht sich) fast schon Gas gibt. Der Song stammt aus dem Soundtrack zum Spiel «Life Is Strange: Before the storm», den sie eingespielt haben. (Danke an Nicorola für den Tipp.)



The Bulls «Prudence» – das amerikanische Duo brachte letztes Jahr seine Debüt-EP «Small problems» heraus, und wer auf flirrende Indiegitarren mit poppigen Melodien steht (wie ich), wird hier bestens bedient.

Frankie Rose, RAC


Frankie Rose «Dyson Sphere» – ich habe graed mal geschaut – es ist schon fünf Jahre her, dass ich die amerikanische Sängerin hier im Blog vorgestellt habe. Wird also mal wieder Zeit! Zumal sie eine sehr gelungene neue Single am Start hat, die perfekt in den Abspann der neuen Twin Peaks-Folgen passen würde (dort darf ja am Ende eine Band einen Song darbieten). DreamPop, wie er sein soll. Das neue Album «Cage Tropical» ist gerade auf Slumberland Records erschienen.



RAC «Heartbreak Summer (feat. K.Flay)» – RAC aus Portugal ist vor allem für seine Remixe bekannt, bringt aber auch immer wieder eigene Musik (mit Gastsänger/-innen) heraus. Wie diesen schönen Song vom aktuellen Album «EGO».


The Radiation Flowers, Pale Horizons Compilation


The Radiation Flowers «Summer Loop» – dieses Psych Rock-Quintett aus Saskatchewan in Kanada ist bereits seit 2013 aktiv, mir aber bisher nicht über den Weg gelaufen. Doch mit dem neuen 7 Track-Album «Summer Loop», das gerade noch rechtzeitig zum Sommer herausgekommen ist, hat sich das glücklicherweise geändert. Wenn man gerne etwas erdigere psychedelische Musik hören mag, die nicht zu sehr in Richtung Shoegazegewaber geht, sind The Radiation Flowers ein guter Tipp.



Pale Horizons (Compilation) – dass ich Labelcompilationen in meinem Blog vorstelle, gibt es ja nicht so häufig, aber heute will ich mal eine Ausnahme machen. Denn das Kölner Label Reptile Music hat mit Pale Horizons einen wirklich ausgesprochen gelungenen Querschnitt des eigenen Repertoires herausgebracht, und dies zu einem unschlagbaren Preis von 1 €. Wer also auf Post-Punk und Artverwandtes steht, sollte hier mal ein bis zwei Ohren riskieren. Darauf zu hören sind Bands wie Box and the Twins, Excape With Romeo, Holygram, Dead Leaf Echo und sechs weitere.

Robin Foster, Ash Code


Robin Foster «The hardest party» – schon vor vielen Jahren, als es noch das gute alte Myspace gab, lief mir der französische Gitarrist Robin Foster über den Weg. Seine überwiegend instrumentalen Songs werden zwar manchmal als „Post Rock“ bezeichnet, aber es geht bei ihm viel melodischer zu, und auf seinem neuen Album «Empyrean» dürfen sogar Gastsängerinnen für eine zusätzliche Facette in seiner Musik sorgen. Eine ausgesprochen unterhaltsame Platte, wie ich finde.



Ash Code «Icy cold» – richtig finster geht es hingegen bei den Songs der italienischen Band Ash Code zu – 80er Gothic-Style ist auch das Video zur aktuellen Single.

DWNTWN, Malmø


DWNTWN «Bloodshot eyes» – wenn ich mich recht entsinne, hatte ich Euch dieses Trio aus Los Angeles noch nicht vorgestellt, oder? Jedenfalls spielen die drei eine sehr angenehme Mischung aus (Indie-)Pop und Gitarrenmusik, und die neue Single von ihrem soeben erschienenen Debütalbum «Racing time» sticht besonders hervor. Auch das Video ist sehr hübsch.



Malmø «Dawn» – auch wenn der Name zunächst etwas anderes vermuten lässt, aber hinter Malmø steckt eine dänische Sängerin, nämlich Maria Malmø aus Aarhus. Ihr Song ist wunderbar melancholisch und atmosphärisch und stammt vom neuen Album «We come from the stars».


Oddfellow’s Casino, Garbage


Oddfellow’s Casino «Oh, Sealand» – mit atmosphärischer und epischer Indiefolkrock-Musik besticht das neue Album des Projekts des Briten David Bramwell. Wer melancholische Klänge mag, die sich auch durchaus ihre Zeit nehmen, um sich voll zu entfalten, sollte hier unbedingt ein Ohr drauf werfen, denn «Oh, Sealand» ist wirklich ausgesprochen gelungen und gehört für mich zu den erfreulichsten Erscheinungen im Musikjahr 2017.



Garbage «No horses» – ja, auch nach über 20 Jahren spielen die Mannen um Sängerin Shirley Manson noch krachige Rockmusik, die diesmal richtig schön düster daher kommt. Alle Einnahmen aus dieser Benfiz-Single gehen als Spende ans Rote Kreuz.


Champs, Trash


Champs «The garden is overgrown» – klar, sich selbst Champs zu nennen ist schon relativ mutig. Tatsächlich aber hat das Duo aus dem UK schon vor einiger Zeit mit ihrem Song «Spirit is broken» bewiesen, dass sie ganz oben angreifen können. Die neue Single ist wiederum ein bestens schmachtiger moderner BritPopper mit einer gewissen Portion Psychedelik.



TRASH «81» – von der Chuzpe der Namensgebung am anderen Ende der Skala angesiedelt ist dieses Quartett aus Chesterfield. Musikalisch trennt sie aber gar nicht mal so viel von Champs – ein ausgesprochen gelungener Indiegitarrensong, wie ich finde. Die Debüt-EP kommt im August.