Middle Kids, Wichswut


Middle Kids «Edge of Town» – wie wäre es zum Sonntag mit einer Prise angenehmer Gitarrenmusik, die zunächst folkig ruhig daherkommt, dann aber doch mit Säge- und Twanggitarre Fahrt aufnimmt? Genauso klingt die Single der Middle Kids, einem Trio aus Sydney. Besonders die Stimme der Sängerin ist wirklich sehr schön und bringt einen leicht wehmütigen Country-Touch mit hinein.



Wichswut «BICA» – bei diesem Bandnamen wundert es nicht, dass ziemlich düsterer und aggressiver PostPunk mit Motorik-Beat gespielt wird, denke ich (ein ziemlicher Kontrast zu den Middle Kids). Die Berliner Underground-Band hat gerade ihre selbstbetitelte Debüt-EP herausgebracht.

The Soulboy Collective, The New Pornographers


The Soulboy Collective «What would Steven Patrick do?» – hach, wunderbar, TSC sind zurück, und mit einer großartigen und charmanten Hommage an Morrissey. Wieder dürfen wir uns an einem ohrwurmigen Refrain erfreuen und an latent 60's beeinflusstem Sound mit TweePop-Appeal. Ein Jammer, dass die Band von Jürgen Dobelmann so unbekannt ist, sie hat auf jeden Fall alle Aufmerksamkeit dieser Welt verdient!


The New Pornographers «Whiteout Conditions» – weltweite Anerkennung ist kein Problem für das kanadische Künstlerkollektiv, das in schöner Regelmäßigkeit ihre Alben veröffentlicht und dabei meist die richtige Balance zwischen Pop und Indie(rock) trifft. Auf dem neuen Album schlägt das Pendel diesmal besonders stark in die poppige Richtung aus, wogegen ich keineswegs etwas habe. Eine sehr unterhaltsame Scheibe.

Lo Moon, LIAH


Lo Moon «Loveless» – nein, mit dem gleichnamigen My Blody Valentine-Album hat der Sound des US-amerikanischen Trios nicht wirklich etwas zu tun. Dafür bietet uns ihre neue Single «Loveless» einen fast schon an Talk Talk erinnernden Klangkosmos, also durchaus atmosphärisch und harmonisch und mit über 7 Minuten Gesamtspielzeit auch durchaus als episch zu bezeichnen. (Danke an Don't be real, be postmodern für den Tipp!)


LIAH «Ripley» – auch dieser schöne Song der Band aus Leipzig passt gut dazu, es geht hier noch verträumter und sphärischer zu. Das Lied stammt von der Debüt-EP.

Jane Weaver, Highlands


Jane Weaver «Slow motion» – vom im Mai erscheinenden neuen Album «Modern Kosmology» (ja, mit „K“, weil das kooler ausschaut!) stammt diese Single der Liverpooler Sängerin und Gitarristin. Ihre Musik kann man als Pop bezeichnen, allerdings verspielt und zerbrechlich und dabei schön melodisch und mit psychedelischen Anklängen. Ich bin gespannt, wie das Album klingen wird.



Highlands «Dark Matter Traveler» (Album) – einen fast schon Oldie möchte ich Euch heute auch noch vor Ostern auf die Ohren geben, da ich diese kalifornische Band erst jetzt entdeckt habe. Ihr 2014er Album ist allerbester, extrem britisch klingender Shoegaze, der ein wenig an z.B. The Voices erinnert. Also durchaus dröhnig, aber atmosphärisch.

Baula, Desperate Journalist


Baula «Just like yesterday» – jaja, die Skandinavier haben es einfach drauf. Wenn es darum geht, flockige schmissige Indiepopmusik zu schreiben, liegen unsere nördlichen Nachbarn weit vorne, wie auch die Band Baula, ein schwedisch-isländisches Duo, mit ihrem wunderbaren Song beweist. Leicht angekratzte Jangle-Gitarren, dazu ein sehnsuchtsvoller Gesang, genauso muss der Frühling klingen.


Desperate Journalist «Be kind» – die britische Band hatte ich ja schon einige Male in meinem Blog. Und auch wenn mich ihr soeben erschienenenes neues Album «Grow up» mich nicht vollends überzeugen kann, so ist doch die neue Single wiederum absolut hörenswert. Wer kann, sollte sie sich auf ihrer derzeitigen kleinen Deutschlandtour anschauen.

Binoculers, Electric Floor


Binoculers «But Oh!» – das Hamburger Indiepop-Duo, bestehend aus Nadja Rüdebusch und Daniel Gädicke, legt mit «Sun Sounds» ihr mittlerweile 4. Album vor. Und damit ein wirklich sehr gelungenes, verträumt-schwebendes Werk! Manchmal erinnert es mich an Anna Ternheim, zum Teil geht es mehr in Richtung DreamPop mit einigen elektronischen Einflüssen. Als „Kammerpop“ wurden sie auch schon mal bezeichnet. Derzeit befindet sich die Band noch auf einer ausgedehnten Deutschlandtour.


Electric Floor «Bluedive» – sehr viel düsterer klingen die Italiener von Electric Floor mit ihrer aktuellen Single. PostPunk mit treibenden Elementen, von ihrem Album «Fader».

When Nalda Became Punk, Leathers


When Nalda Became Punk «Those Words Broke Out Hearts» (EP) – spanische Indiepopbands, die mir gefallen, gibt es nicht gerade wie Sand am Meer – umso mehr freue ich mich, dass WNBP wieder da sind. Mit ihrer angeschrammelten Twee-Musik machen sie wirklich sehr viel Spaß, und die neue EP ist durchgängig gelungen. Logisch, dass dieses Werk auf dem geschmackssicheren Shelflife-Label erschienen ist.


Leathers «Missing scene» – erheblich krachiger geht es bei der neuen Single der kanadischen NoisePop-Band zu. Shoegazeelemente und Verzerrer gehen hier gut nach vorne los.

Lana Del Rey goes Twilight Zone


Sorry, dass ich heute schon wieder etwas über Lana Del Rey in meinem Blog schreibe(n muss), aber just hat sie einen Trailer für ihr neues Album «Lust for Life» veröffentlicht, der so wunderbar durchgeknallt und gleichzeitig schelmisch humorvoll daherkommt, dass er schon jetzt eines der Highlights des Jahres darstellen dürfte.


Wie der Regisseur in einem Pitchfork-Interview erklärt, hatte Lana den Monolog mit ihrem Handy aufgenommen, und der Text wurde dann so unbearbeitet verwendet. Dazu kommen jede Menge Symbole und Symbolik, eine Twilight Zone-Atmosphäre und auch ein Wink in Richtung der aktuellen politischen Entwicklungen. Alles ziemlich großartig und detailverliebt in Szene gesetzt. Mal gucken, ob das Album dieses Niveau halten kann...